Pauls Wochenimpuls

16. September 2018; Paul Hollender

Wer einen Namen hat, ist

Wem man einen Namen gegeben hat, der ist ein angenommener Mensch. Ob es an angenommenes Leben wird, liegt noch in der Zukunft. Aber einen Namen bekommen bedeutet, angenommen zu sein, ein Mitglied der Gesellschaft.

Einen Namen haben hat aber noch eine zweite Dimension. Den Namen eines anderen Menschen wissen bedeutet, ich habe einen Zugang zu ihm, einen Schlüssel zu seiner Person. Sie kennen das Märchen vom Rumpelstilzchen. "Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß". Ach, wie gut, dass niemand meinen Namen kennt. Niemand hat Macht über mich.

Den Namen wissen bedeutet, ich kann diesen Menschen in Dienst nehmen, ich darf ihn um etwas bitten. Es besteht eine Brücke zwischen mir und diesem Menschen.

Wie gut, dass wir den Namen, dass wir viele Marias kennen, die zu ihrem Herzen führen. In diesem Herzen lebt die Barmherzigkeit Gottes.

                                                     Josef Krasenbrink

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