Ostern in St. Peter

Hinter die Fassade schauen...

Ostersonntag

Diese Ostern war besonders, denn zufälligerweise fiel der Ostersonntag auf den 1. April, der vielerorts als Tag für Scherze mit Obacht begangen wird. So stutzte man zuerst, als Pastor Müller uns in seiner Predigt aufforderte, hinter die Fassaden des Ostergeschehens zu schauen und den Blick von dem äußeren Schein auf die wahre Bedeutung des Osterfestes zu richten. Schon beim Einzug zum Beginn des Gottesdienstes war diese eindrucksvoll erlebbar, als, obwohl die Kirche taghell war und das Osterfeuer verwehrt blieb, die brennende Osterkerze mit Pastor und Messdienern einzog und ihr Licht sich durch das Anzünden der Kerzen der Messbesucher in der gesamten Kirche ausbreitete. Ein strahlendes Lichtermeer, das dank der vollen Kirche umso größer und einnehmender war und die Hoffnung, die Jesus durch seine Auferstehung, durch den endgültigen Sieg über den Tod, in die Welt brachte. Genau aus diesem Grund feiern wir Ostern als eines der größten Feste des Christentums. Denn wir blicken wie aufgefordert hinter die Fassade dessen, was für viele Ostereier-Suchen und ein verlängertes Wochenende ist, und sehen, dass die wahre Osterbotschaft nicht von einem großen Osterfeuer und der Feier der Osternacht zu später Stunde abhängt, sondern sich in der Vielzahl der Mitfeiernden und ihrem inneren Brennen widerspiegelt, das sich wie das Licht der Osterkerze verbreitet und jede Dunkelheit mannigfach überstrahlt.

Ostermontag

Nicht minder gut besucht war der Gottesdienst am Ostermontag, . Die Leitung des Caritashauses lud die Gemeinde in die Kapelle ein, wo Pater Reetz eine Messe zelebrierte. Begeistert und dankend wurde dieses Angebot nicht nur von den Bewohnern des Caritashauses angenommen, sondern freute man sich besonders über zusätzliche Gäste von außerhalb. Gemeinsam und ohne jene zu vergessen, die aufgrund des Alters nicht in der Kirche kommen können, lässt sich die Osterbotschaft am eindrucksvollsten erleben und ihr Licht weitergeben.

 

(Autor: J. Giranowski)

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