Krippe: Erläuterung und Symbolik

Die ersten bekannten Krippendarstellungen stammen aus dem  3.Jahrhundert. Kleine Elfenbeintafeln und christliche Steinsärge  zeigen Reliefs mit dem Kind in der Futterkrippe zwischen Ochs und Esel. In romanischen Kirchenbauten finden sich Krippenszenen als Wandfresken oder Steinmetzarbeiten, meist mit der Darstellung weiterer Motive: mit Maria und Josef, mit Hirten und Weisen und dem Stern. Im Mittelalter wurde es Brauch, die Christmette mit einem Krippenspiel zu eröffnen.

Zu Weihnachten 1223 baute der hl. Franziskus in einer Höhle im Wald von Greccio (nördlich von Rom) eine Krippenszene mit Figuren auf, mit einer richtigen Heukrippe und mit lebendigem Ochs und Esel. Von dieser Zeit an hielt die figürliche Darstellung der Geburt Christi Einzug in Kirchenräume und Privathäuser.

 

Symbolik

weiß - Reinheit,  gold - Himmel , rot - Liebe, Fühlen, grün - Hoffnung, Wollen, braun   - Erdverbundenheit, blau  - Glaube, Denken, dunkelblau  - Nachthimmel, an dem die göttliche Sonne aufgeht

Engel und Sterne

Engel und Sterne kommen im Alten und Neuen Testament vor und sind Boten Gottes

 

Stern mit 12 Zacken

Stern mit zwölf Zacken strahlt in alle Himmelsrichtungen wie die Windrose. Die Zwölf steht auch für Voll-ständigkeit: 12 Apostel, 12 Monate, ein Dutzend.

 

Ochs und Esel

Ochs und Esel werden im Alten Testament erwähnt. Bei Jesaja 1,3 heißt es: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn.“

 

Schafe

Schafe stehen für die gläubigen Menschen.

 

Hund

Der Hund  wacht, er steht auch für den guten Hirten.

 

Kamel

Das Kamel  ist ein Reittier und der Vertreter Asiens.

 

Frühlingsblumen

Frühlingsblumen  im Winter, insbesondere Narzissen, verweisen auf Ostern, Fest der Auferstehung. Symbolik auch der Farben.

 

Dornenkrone, Kreuz und Windeln

Dornenkrone, Kreuz  weisen hin auf das Leiden des Messias und Windeln auf seinen Tod (Leichentuch).

 

Friedenslicht

Das Friedenslicht aus Betlehem will ein Friedenszeichen sein. Es wurde vor dem 3.Advent in der Geburtsgrotte entzündet,  reiste per Flugzeug nach Wien und per Bahn nach Köln.

 

Kerzenlicht und Hirtenfeuer

Kerzenlicht, Hirtenfeuer spenden Licht und Wärme, vertreiben Dunkelheit und Angst

 

Hirten

Die  Hirten waren sehr einfache Menschen, Randfiguren der Gesellschaft ohne gesellschaftliche Anerkennung. Als Juden wussten sie, dass eines Tages der Messias geboren werden sollte. Die frohe Botschaft des Engels vertrieb ihre Angst und sie machten sich mit ihren bescheidenen Gaben auf den Weg zum Stall, der vermutlich damals eine Höhle im Fels war.

 

 

Die Weisen und Magier

Die Weisen oder Magier waren gebildete, sternkundige Männer. Nach jüdischem Verständnis waren sie Ungläubige, Fremde. Sie hatten sich auf den Weg gemacht und waren dem Zeichen Gottes gefolgt, um sich vor dem neugeborenen König der Juden zu verneigen. Erst seit dem 12.Jahrhundert werden die Magier „Könige“ genannt.

 

Die beiden Evangelisten Lukas und Matthäus haben für ihre Leser nicht nur Jesu Wirken aufgeschrieben, sondern auch, was bei den ersten Christen über die Geburt Jesu erzählt wurde. Aus ihren Texten entnehmen wir, dass Außenseiter und Ausländer die Ersten sind, die sich zum Messias auf den Weg machen. Lukas berichtet von den Hirten, Matthäus erzählt von den sternkundigen Fremden. So machen die beiden Evangelisten deutlich, dass dieses jüdische Kind Gottes Sohn und der Retter aller Menschen ist.

 

  • Gold                     
    Königtum Christi
  • Weihrauch            
    Göttlichkeit, Weihrauch wird verbrannt zur Ehre Gottes
  • Myrrhe                 
    Tod, Myrrhe wurde zum Einbalsamieren der Toten verwendet
  • Korn                     
    Betlehem heißt übersetzt „Haus des Brotes“,  Ähren sind auch Symbol für die hl. Eucharistie
  • Früchte
    verweisen auf die Offenbarung des Johannes, auf paradiesische Fülle nach dem Jüngsten Gericht.