Kirchengeschichte

Unsere römisch-katholische Kirche ist eine wahre Besonderheit, die Historie sicht- und erlebbar macht. Von der einst mittelalterlichen Kirche zeugt noch heute der Kirchturm,  zeitgleich gilt der Kirchenstandort als der älteste im Kreisdekanat Neuss.

Archäologischen Grabungen zufolge bestand die heutige Kirche um das 7. Jahrhundert aus einem hölzernen Sakralbau, welcher während der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert durch einen Steinbau ersetzt wurde. Um 1200 wurde die Kirche um den noch heute vorhandenen Kirchturm erweitert.
In den Jahren 1865 bis 1867 erhielt die romanische Kirche einen dreischiffigen neogotischen Umbau, der nach einem Entwurf des Kölner Architekten H. Nagelschmidt aus dem Jahr 1863 realisiert wurde. Lediglich der aus Tuff aufgeführte, fünfstöckige Turm wurde belassen, wobei das oberste Stockwerk und der achteckige Aufsatz neogotisch sind. 

 

Am 1. März 1945 wurde das Kirchenschiff während eines Fliegerangriffs zerstört und 1950/1951 durch einen schlichten Neubau nach einem Entwurf des Düsseldorfer Architekten J. Lehmbrock erneuert.

 

Das Patronat

1212 schenkte Graf Lothar von Hochstaden das Patronat der Abtei Knechtsteden. Es war jedoch umstritten, sodass es 1218 durch Graf Adolf von Berg und seinem Bruder, Bischof Engelbert I. von Köln, erneut an die Abtei verschenkt wurde. 1227 erkannte der Graf von Hochstaden dies ausdrücklich an. Das Patronat wurde durch die Abtei Knechtsteden um 1320 an das Stift St. Maria ad Gradus in Mainz verkauft, welches es wiederum mit dem Kölner Andreasstift vertauschte.