Pfarrkirche St. Stephanus Hoeningen

St. Stephanus Front
St. Stephanus Front

St. Stephanus wurde 1195 erstmals als Pfarrkirche erwähnt und stand unter dem Patronat des Kölner Stifts St. Maria im Kapitol.

 

Ursprünglich befand sich an der Stelle der heutigen Pfarrkirche eine kleine Saalkirche. Die heutige Kirche geht im Kern zurück auf eine um das Jahr 1110 errichtete dreischiffige romanische Pfeilerbasilika, von der die erhaltenen Bauteile aus Tuffstein zeugen. Für spätere Erweiterungen wurde Backstein verwendet.

 

Das südliche Seitenschiff wurde im Jahr 1524 durch einen breiteren und höheren Neubau ersetzt. Nach schweren Beschädigungen der Kirche wurden im Zuge von Wiederherstellungsarbeiten in den Jahren 1643 bis 1652 zwei Pfeiler herausgebrochen, um das Langhaus weiter und heller zu machen. Im Jahr 1771 wurden alle Mauern erhöht, das nördliche Seitenschiff nach Osten verlängert und ein neuer Turm errichtet. Nördliches Seitenschiff und Hauptschiff wurden unter ein Satteldach gebracht. Eine Erweiterung des Chores und des südlichen Seitenschiffes nach Osten erfolgte sodann im Jahr 1864. Außerdem wurden in diesen Bauteilen neugotische Kreuzrippengewölbe angebracht. 

 

Bei Ausschachtungen im südlichen Seitenschiff von St. Stephanus wurden 1995 Gräber aus dem 8./9. Jahrhundert gefunden, die wohl ursprünglich außerhalb des ersten Kirchengebäudes angelegt worden waren.

 

Geschichte der Pfarrei

pdf-Datei (9 KB) zur Kirchengeschichte, Verfasser: Paul Hollender

17 bleiverglaste Fenster

Maria unter dem Kreuz
Maria unter dem Kreuz

Die Pfarrkirche St. Stephanus verfügt über 17 bleiverglaste Fenster. Das älteste Fester stellt Maria unter dem Kreuz dar. Es stammt von Wilhelm Remmes und wurde etwa 1925 geschaffen.

 

Die übrigen Fenster stammen von Heinrich Diekmann und Paul Weigmann und wurden Mitte des letzten Jahrhunderts erstellt. Abbildungen und Erläuterungen finden Sie auf den Seiten der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V.

St. Stephanus
St. Stephanus

Die neue Orgel

Am 1. Juni 2014 wurde die neue Orgel in St. Stephanus feierlich geweiht.

Literaturempfehlungen

  • Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Neuss. Schwann, Düsseldorf 1895 (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 3, 5), (Nachdruck: Pädagogischer Verlag Schwann-Bagel, Düsseldorf 1984, ISBN 3-590-32121-0).
  • Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Neusser Kirchen. Die katholischen Kirchen im Kreisdekanat Neuss. Bachem, Köln 2006, ISBN 3-7616-1966-9.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Quirin von Neuss
St. Quirin von Neuss